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    Dieselkraftwerk Cottbus
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VORSCHAU 2017


Dirk Heerklotz
Skulptur - Zeichnung - Malerei
8.10. - 26.11.2017 PackHof Frankfurt (Oder)

Seit 1996 führt Dirk Heerklotz ein visuelles Tagebuch, das aus Fotos und Videoaufnahmen besteht. Es konzentriert sich auf eine akribische Welt- und Naturbeobachtung, registriert deren Strukturähnlichkeiten und Kompositionsmuster.
Die Aufnahmen sind der Formenfundus für Bilder und Skulpturen. In seinen Malereien und Zeichnungen erscheinen fragmentarische Bildräume als auch Versatzstücke eigener Skulpturen und Fotografien. Hinzu kommen Menschen-, Tier- und Pflanzendarstellungen mit einem mythologischen oder zeichenhaften Sinn. Ähnliche Strukturen finden sich in den Skulpturen, die zudem Polares wie Ordnung-Unordnung und Geometrie-Organik in eine räumliche Balance des Harmonischen transformieren. Heerklotz studierte von 1995 bis 2002 an der Dresdner Kunsthochschule bei Prof. Eberhard Bosslet und wurde dessen Meisterschüler.


Bodo Rott
Bubblestereo. Monotypien im Dialog mit der Sammlung
2.12.2017 - 28.1.2018 PackHof Frankfurt (Oder)

Im Allgemeinen ist unter Bubble Stereo das Space Design von Stereoanlagen aus den 1960er- und 1970er-Jahren zu verstehen. Der Berliner Maler Bodo Rott spielt mit dem Ausstellungstitel auf das Design dieser Zeit an. Zugleich assoziiert man Musik, Geräusche und Klänge im Raum. Diese werden in den Monotypien von »Kindermenschen« erzeugt. Seine seit Jahren in den Bildern auftretenden »Nichtkinderkinder« sind jetzt in eine Welt geraten, in der sie mit seltsamen Versuchsanordnungen aus Alltagsdingen Schall erzeugen. Sichtbares assoziiert Hörbares. Das geschieht in einer teils bizarr verzerrten Bildwelt, in der unterschiedliche Blickpunkte kaleidoskopisch verschränkt werden.

Im PackHof Frankfurt (Oder) antworten den zweidimensionalen Welten die dreidimensionalen, rätselhaften Objekte und anthropomorphen Gebilde aus der Sammlung des Museums.


Shakespeare Sonette
Ronald Paris
3.12.2017 - 28.1.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Die Einzelausstellungen des Malers und Grafikers Ronald Paris sowie des Grafikers Jakob Hinrichs zeigen bildliche Interpretationen großer Weltliteratur wie William Shakespeares "Sonette" bzw. Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und "Der Trinker" von Hans Fallada.

Ausgangspunkt für den Zyklus von Aquarellen, Zeichnungen und Gouachen des in Rangsdorf lebenden und arbeitenden Künstlers Ronald Paris (geb. 1933 in Sondershausen) bilden die Sonette von William Shakespeare.
Die 154 Gedichte widmen sich zumeist der Liebe, doch eng an die Liebe sind Themen wie Angst vor Liebesverlust, Reproduktion, Unsterblichkeit, Altern, Eifersucht, Geschlechterdifferenz, Rollenzuschreibungen und Geschlechterkonstruktion geknüpft. William Shakespeare behandelt jedoch nicht nur die heterosexuelle Liebe. Homoerotische Andeutungen und Thematiken sind zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine veritable Provokation für die gegebenen künstlerischen und gesellschaftlichen Konventionen.

Ronald Paris’ Werkzyklus ist keine reine Illustration der Gedichte: Vielmehr angesiedelt zwischen Kommentar und visueller Übersetzung greift er Shakespeares Themen auf und transformiert die Sprachrhythmen in Bildrhythmen.


HORIZONT oder Die Illusion der Fremde 1984 - 1996
Joachim Richau
3.12.2017 - 28.1.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Die Ausstellung widmet sich dem ersten großen Werkkomplex des 1952 in (Ost-)Berlin geborenen Fotografen Joachim Richau. Neben einigen frühen Einzelbildern werden vor allem seine größtenteils über längere Zeiträume hinweg entstandenen Fotoserien gezeigt.
Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Serie »Annäherung und Begegnung - Bilder aus Beerfelde« (1984– 87), die in den letzten Jahren sukzessiv vom Museum erworben wurde. Darin hält Richau mit selektivem Blick Alltagskonstellationen in einem kleinen brandenburgischen Dorf fest. In ungeschönten und zugleich sensiblen Bildern erzählt er von den Menschen und ihrer Lebenswelt.
Für Richaus »dokumentarisch« angelegte Arbeiten in Schwarzweiß, die bis Mitte der 1990er-Jahre entstehen, wie beispielsweise die Serien »Berliner Traum« und »finales«, ist eine subjektive Herangehensweise an die vorgefundene Realität kennzeichnend. Seine Fotografie ist eher emotional als analytisch ausgerichtet.

Die Ausstellung ist Teil der Retrospektive »Joachim Richau - WERK WANDEL«, die in jeweils variierter Form an mehreren Orten präsentiert wird und auf das fast 40-jährige Schaffen des Fotografen zurückblickt. So wurden bereits im Sommer dieses Jahres in der Stadtgalerie Kiel Auszüge aus allen Werkphasen vorgestellt, und ab Mitte September 2017 präsentiert die Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin Bilder des jüngsten Werkkomplexes »FRAGMENT oder die Gegenwart des Zweifels«.


SIBYLLE. Fotografien eines Modemagazins
Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquart, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt, Ulrich Wüst
3.12.2017 - 11.02.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Die Zeitschrift SIBYLLE, die ab 1956 sechs Mal jährlich in einer Auflage von 200.000 erschien, war in der DDR überaus beliebt und deshalb regelmäßig schnell vergriffen. Sie galt als "Ost-Vogue" und widmete sich vorrangig der Mode, nannte sich im Untertitel allerdings "Zeitschrift für Mode und Kultur", weil für die Macher, vor allem Fotografen und Designer, Mode und Kultur als gleichrangig galten. Insbesondere war - neben allen gut aufgemachten Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit - die Fotografie ein entscheidendes Element ihrer Wirkung. Die Fotografinnen und Fotografen der SIBYLLE beherrschten nicht nur ihr Fach, sie legten für ihre Arbeit explizit künstlerische Maßstäbe an. Als Porträt- und Reportagefotografen waren sie auch für andere Magazine tätig.

Die Ausstellung rückt erstmals konsequent FotografInnen der SIBYLLE und ihre jeweiligen Qualitäten in den Mittelpunkt. In einer Auswahl werden Arbeiten von 13 Fotografinnen und Fotografen vorgestellt: Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt und Ulrich Wüst. Ergänzend dazu ist ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben mit Reproduktionen von einzelnen Heften zu sehen, beginnend mit der ersten Ausgabe 1956 bis zur Mitte der 1990er Jahre, als das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt wurde. Außerdem sind bisher unveröffentlichte historische Filme von Modeschauen und Objekte aus dem Nachlass des Modeinstitutes der DDR zu sehen. Sie machen das Phänomen SIBYLLE in einer atmosphärisch dichten Inszenierung nachvollziehbar.
Kooperationspartnerin ist die Kunsthalle Rostock / Kuratiert von der Kunsthalle Rostock.


Museumspädagogische Ausstellungen 2017

Der Funke springt über!
9. Werkstattausstellung des mukk
13.7. - 27.8.2017


Externe Ausstellungen 2017

Die vom BLmK konzipierten und organisierten Ausstellungen Francisco de Goya "Los desastres de la guerra / Die Schrecken des Krieges" und "Keiner hat uns gesagt, ihr geht in die Hölle - Fotografie und Grafik aus Dresden und Kobane" - die Sammlungswerke von Robin Hinsch, Richard Peter sen. und Wilhelm Rudolph zeigen werden - sind zusammen mit der Projektpräsentation "Rechtsruck - eine fotografische Dokumentation der frühen 1990er Jahre" von Ludwig Rauch ab 13. Mai bis 16. Juli 2017 im Anhaltischen Landesmuseum in Dessau zu sehen.

Gastausstellung in der Galeria BWA in Zielona Góra "Kalkül + Irritation"
18.08. - 10.09.2017
14 Positionen aus der Sammlung Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst. Jens Bisky, Jan Brokof, DAG, Michael Geyersbach, Harald Reiner Gratz,
Klaus Killisch, Stefan Lenke, Sebastian Reddehase, Paetrick Schmidt, Heinz Schmöller, André Tempel, Jan Thomas, Heinrich Weid, Eva-Maria Wilde

Seit 2010 stellt das Frankfurter Museum in Zielona Góra Werke aus der Sammlung oder einen Künstler aus seinem Programm vor. In der diesjährigen Konzeption geht es um postmoderne Haltungen in der Zeit nach der Jahrtausendwende. Trotz der stilistischen Unterschiede basieren alle Bilder und Objekte auf Akzeptanz der bereits vorhandenen Zeichen. Jegliche existenzielle Haltung, psychische Tiefenlotung oder Emotionalisierung des Geschehens werden vermieden.

Die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig und das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus starten im Sommer eine Kooperation für eine gemeinsame Ausstellung von fotografischen Arbeiten beider Sammlungen, deren Ergebnis ab 29. September 2017 in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig zu sehen sein wird.

Ab September 2017 zeigt das Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum im Schloss Biesdorf eine umfangreiche Ausstellung mit Landschaftsfotografien aus der Sammlung des dkw..


Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten. Stand 22.09.2017.


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