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VORSCHAU 2018



Das Ausstellungsprogramm 2018
in Cottbus und Frankfurt (Oder)/1. Quartal 2018



Blick | Wendungen
28.01. bis 15.04.2018 Rathaushalle Frankfurt (Oder)

Johanna Bartl, Kurt Buchwald, Carlfriedrich Claus, Guillermo Deisler, Jan Faktor, Hermann Glöckner, Joseph W. Huber, Rainer Görß, Günther Hornig, Herbert Kunze, Matthias Leupold, Carsten Nicolai, Bert Papenfuß-Gorek, Wolfgang Petrovsky, Karla Sachse, Hans Scheuerecker, Cornelia Schleime, Antoni Starczewski, Hans Ticha, Ingeborg Ullrich, Frank Voigt, Zorka Wollny

Die Ausstellung "Blick | Wendungen" rückt zum Bild gewordene Texte und Sprachfragmente sowie deren Inhalte in den Fokus. Ihr Blick wendet sich auf Kunstwerke, in denen Worte nunmehr nicht mehr nur mit ihrer bloßen Textqualität, sondern als Bilder verstanden und betrachtet werden.
Die Gruppenausstellung zeigt Malereien, Grafiken, Rauminstallationen, Fotografien, Collagen und Künstlerbücher aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart von rund 20 Künstler/innen aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst. Sie werden ergänzt durch Leihgaben weiterer Institutionen und zeitgenössischer Künstler.
"Blick | Wendungen" ist eine Erweiterung der Ausstellung "Blick | Verschiebung", die in Kooperation zwischen dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und dem ZKR Berlin entstanden ist und bis 08. April 2018 im Schloss Biesdorf/Berlin gezeigt wird.


Gerissene Fäden. Annette Messager und Gabriele Stötzer
03.02. bis 08.04.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Die Ausstellung zeigt zwei Ikonen der feministischen Kunst. Fragen zu weiblichen Identitäten, traditionellen Geschlechterkonstruktionen und politischen Handlungsräumen stehen im Fokus der Werke beider Künstlerinnen.

Annette Messager zählt zu den wichtigsten französischen Künstlerinnen der Gegenwart. Gabriele Stötzer war eine zentrale Figur der Erfurter Subkultur der 1980er-Jahre. Die Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper eint die beiden Künstlerinnen, die hierbei immer kämpferisch, dennoch sensibel und oftmals subtil-humorvoll vorgehen. Der Frauenkörper ist Projektionsfläche wie auch Ort politischer und sozialer Einschreibungen und wird als Territorium der Selbstbestimmung und Selbstbehauptung begriffen.

Annette Messager (*1943) lebt und arbeitet als Malerin, Fotografin und Installationskünstlerin in Paris. Seit den späten 1960er-Jahren archiviert sie ihren Alltag und überträgt ihr privates Universum in neue Zusammenhänge, die weibliche Rollenmuster und Klischees befragen.
Gabriele Stötzer (*1953, lebt und arbeitet vorwiegend in Erfurt) ist Schriftstellerin und Künstlerin, deren literarisches und bildnerisches Werk vielfach von der eigenen Biographie und ihren Brüchen ausgeht.


Hans Ticha. Von Klatschern und verkehrten Welten
24.02.2018 bis 01.05.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Hans Tichas (*1943) eigenwillige Bildwelten stehen im Zentrum der Einzelausstellung des in West- und Ostdeutschland wirkenden Künstlers. Die Ausstellung stellt Malereien, Grafiken und Buchillustrationen seit den frühen 1970er-Jahren vor.

Bis 1990 arbeitete Hans Ticha im Prenzlauer Berg und war mit seinen besonderen Buchillustrationen und seiner Malerei sowohl in der DDR als auch in der BRD eine feste Größe. Seine einprägsamen Bilder spielen so nuanciert wie leichtfüßig mit gesellschaftspolitisch aufgeladenen Ikonographien der Kunstgeschichte und der Populärkultur. Im Zentrum seines Bildschaffens steht der Mensch, sein Alltag und sein Bezug zum Kollektiv. Gleichermaßen setzt sich Hans Ticha mit den Lebensbedingungen in einer Gesellschaft auseinander.

Die Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus steht im Zusammenhang mit der zeitgleich stattfindenden Gruppenausstellung "Blick | Wendungen" in der Rathaushalle in Frankfurt (Oder). Sie leitet die umfangreiche Gruppenausstellung ein, die im Dezember 2018 künstlerischen Pop deutscher Herkunft seit den 1960er-Jahren vorstellen wird, der im Unterschied zur amerikanischen Pop Art in Ostdeutschland dem Motto vom "Agit Prop zum Agit Pop" folgte und in Westdeutschland den kapitalistischen Realismus propagierte.


Wilhelm Lachnit. Sachlichkeit und Melancholie
Mit Plastiken von Walter Arnold, Eugen Hoffmann, Gerd Jaeger, Max Lachnit, Reinhold Langner, Lucie Prussog und Willy Wolf
25.02.2018 bis 13.05.2018 Packhof Frankfurt (Oder)

Der Maler Wilhelm Lachnit (1899 - 1962), der in den 1920er-Jahren zu den wichtigen Vertretern der Neuen Sachlichkeit in Dresden zählte, arbeitete an Bildwelten, die Schönheit, Melancholie und Vergänglichkeit in sich tragen.

Bereits in den 1920er-Jahren entstanden im sachlichen Stil Akte und Porträts. Später kamen altmeisterlich gemalte Allegorien auf die Bedrohung in der NS-Zeit hinzu. Nach 1945 wurde sein Kolorit spröder und die Figuration zunehmend abstrakter. Einflüsse von Pablo Picasso, Henri Matisse und Georges Braque gaben schöpferische Impulse. Es erscheinen trauernde Frauen, melancholische Porträts, Vanitas-Stillleben und Zirkusszenen.

Die Ausstellung, die aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst schöpft, ermöglicht mit circa 25 Grafiken und Aquarellen einen prägnanten Einblick in Wilhelm Lachnits Schaffen vor 1945, und mit etwa 30 Malereien, Monotypien und Radierungen in die Zeit nach dem Krieg.


Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten. Stand 23.01.2018.


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