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VORSCHAU 2018



Ausstellungsprogramm
in Cottbus und Frankfurt (Oder) / 2. Quartal 2018



Günther Hornig. Das Wuchern der Ordnung
29.04. - 29.07.2018 Rathaushalle Frankfurt (Oder)

Malerei auf Papier, Reliefs und Objekte von Günter Hornig (1937-2016), dem großen Abstrakten aus Dresden, werden in der Frankfurter Spätrenaissancehalle des Museums vorgestellt.
Es sind etwa 110 Arbeiten aus einer Schaffenszeit von über 50 Jahren. Bewusst wurde auf die großformatige Malerei verzichtet, um ein bisher wenig beachtetes Spektrum seines Werks zu erkunden. In den Gouachen, Mischtechniken und Collagen ergeben sich stilistisch konträre Haltungen. Man hat das Gefühl, dem Maler beim Entwickeln von Bildräumen und -ordnungen und deren Dekonstruktion zuzusehen. Der ambivalente Titel "Das Wuchern der Ordnung" nimmt darauf Bezug.

Hornig bewegt sich seit den 1960er-Jahren zwischen dem Emotionalen und dem Rationalen. Introspektives und Gefühlsbetontes weichen nach und nach dem Entwickeln von flächen- und raumgreifenden Strukturen. Das Bild löst sich von der Wand, erobert mit den Wandreliefs, Türmen und Objekten den tatsächlichen Raum. In den Jahren nach 2000 tauchen in den kleinformatigen Zeichnungen zudem menschliche Figuren wieder auf, wie es in der Frühzeit der Fall war. Erstmals begegnen Arbeiten aus dem eigenen Fundus Werken aus dem reichen Nachlass des Künstlers, der sich im Künstlerhaus an der Loschwitzer Straße in Dresden befindet.



Michael Morgner, Joseph Beuys
Existenz = Zeichen = Mensch
19.05 - 19.08.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Im Zentrum der Ausstellung stehen Fragen nach Formen und Zusammenhängen menschlicher Existenzzeichen in Bildern von Michael Morgner und Joseph Beuys. Sie zielt darauf ab - erstmalig in einer gemeinsamen Präsentation -, das Werk der beiden Künstler miteinander zu verknüpfen. So unterschiedlich beide in vielen Aspekten ihres künstlerischen Schaffens und ihrer jeweiligen Haltung auch immer sein mögen, so groß sind gleichermaßen die Schnittstellen. Denn sowohl im Œeuvre von Morgner als auch in der Position von Beuys markieren Fragen nach dem Humanismus und der menschlichen Existenz immer wieder den Ausgangs-, aber auch den Endpunkt des Zusammenhangs von Kunst und Leben wie auch das künstlerische Bildverständnis und dessen Formen- bzw. Zeichenvokabular.
Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Auseinandersetzungen mit christlichen Zeichensystemen, Themen und Ikonographien, die jedoch im Werk beider Künstler weniger zum Entwurf religiöser Weltbilder führen, sondern vielmehr eine Arbeit an (und mit) kulturellen und philosophischen Werten bedeuten. Weiterhin ist dem Werk von Morgner und Beuys ebenfalls der explizite Umgang mit der Zeichnung als Artikulationsform, die auch deren Verständnis von Malerei und Plastik prägt, gemeinsam.

Michael Morgner (geb. 1942 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Chemnitz-Einsiedel) kehrte nach seinem Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig 1966 als freischaffender Künstler nach Chemnitz zurück. 1977 gründete er mit Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke und Gregor-Thorsten Schade die Künstlergruppe und Produzentengalerie CLARA MOSCH.
Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld, gest. 1986 in Düsseldorf) studierte nach seiner Kriegserfahrung als Soldat an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, wo er von 1961 bis 1972 selbst als Professor arbeitete.



Doris Ziegler. Lange Abschiede
27.05. - 19.08.2018 Packhof Frankfurt (Oder)

In der Ausstellung der Malerin Doris Ziegler (geb. 1949 in Weimar, lebt und arbeitet seit 1969 in Leipzig) werden etwa 40, teils großformatige Gemälde sowie gut 20 Zeichnungen präsentiert. Hierbei werden Arbeiten zweier umfassender Werkgruppen miteinander verknüpft.
Seit den späten 1970er-Jahren durchzieht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leipziger Stadtteil Plagwitz einen Bildzyklus der Künstlerin. Jenes Viertel, das vielen Künstler*innen, auch Doris Ziegler, durch seine obsolet gewordenen Industriebauten Atelierräume bot, hat in den vergangenen 40 Jahren einen massiven Wandel vollzogen. Diese städtischen Veränderungen, die für gesellschaftliche und ökonomische Verschiebungen stehen, bezeugen ihre Malereien als ästhetische Reflexion von Wirklichkeit. Denn im Bild sowie der Realität bleiben von den ehemals melancholisch aufgeladenen Stadträumen vielfach nichts als schiere, zum Klischee geratene Kulissenhaftigkeit. Verzahnt mit jenen Bildern werden großformatige Gemälde und Zeichnungen, die einer weiteren Werkreihe angehören. Die Senioren-Bilder, die Doris Ziegler in einem Alten- und Pflegeheim zunächst skizziert und dann im Atelier ausgearbeitet hat, zeugen von einem analogen Wandlungsprozess des menschlichen Körpers und dessen physischen sowie psychischen Zustandsbeschreibungen.


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Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten. Stand 16.04.2018.


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