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VORSCHAU 2017


Sven Gatter
Blütezeiten
Fotografie
1.7. - 3.9.2017

Die Ausstellung "Blütezeiten" des Künstlers Sven Gatter (geb. 1978 in Halle/Saale, lebt und arbeitet in Potsdam und Berlin) ist eine poetische Reflexion der wechselvollen Geschichte der Industrieregion Bitterfeld. Die mit dem Lotto Brandenburg Kunstpreis 2016 ausgezeichnete fotografische Serie kombiniert Landschaftsbilder und Porträts mit textlich gefassten Erinnerungen, die den Wandel einer Region und ihrer Identität bezeugen. Der Untergang der traditionellen Industrie - wie Kohleabbau - veränderte nicht nur die Landschaft, sondern auch deren Nutzung. So werden beispielsweise geflutete Tagebaulöcher zu Seen, die nicht mehr für Arbeit, sondern für Freizeit und somit für die ökonomische Verschiebung von Räumen stehen. Als Vertreter der sogenannten "Dritten Generation Ostdeutschland" gehört Sven Gatter, der an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert hat, zu jenen Künstler/innen, die ihre eigene Erfahrung des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs in soziale, aber auch künstlerische Debatten einbringen und somit eine Auseinandersetzung mit der eigenen (ostdeutschen) Geschichte vorantreiben, mitbestimmen und mitschreiben.


Paukenschlag der Moderne
Man Ray / László Moholy-Nagy / El Lissitzky / Alexander Rodtschenko / Raoul Hausmann / Umbo
1.7. - 3.9.2017


Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Schlüsselwerke der Moderne aus der Sammlung von Barbara und Horst Hahn. Die Bedeutung der Künstler dieser Ausstellung für die Kunst des 20. Jahrhunderts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ihr Wirken, das mitein­ander verknüpft war, und ihre Werke, die sich gegenseitig befruchtet haben, übertrugen die Ideen der Moderne auf die Fotografie. In der Art und Weise ihres "Neuen Sehens" manifestierte sich der unmittelbare Ausdruck der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Die Fundamente dieser neuen Bildästhetik tragen bis heute. Man Ray gehört zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er ist einer der ersten multimedialen Künstler im heutigen Sinne und gilt als Fotoavantgardist, der die Ästhetik der Fotografie revolutionierte. László Moholy-Nagy zählt als wegweisender Repräsentant der Bauhaus-Fotografie zu den Protagonisten des "Neuen Sehens". El Lissitzky, der eine avantgardistische und dynamische Bildgestaltung anstrebte, gilt als Pionier der konstruktivistischen Fotografie. Alexander Rodtschenko modernisierte durch neuartige Perspektiven, ungewohnte Blickwinkel und Verkürzungen die Bildästhetik. Raoul Hausmann zählt als experimenteller Fotograf zu den Erfindern der modernen Fotomontage und Vertretern des ganzheitlichen Sehens. Umbo experimentierte als Bahnbrecher der Moderne stilbildend mit Fotogrammen, Fotomontagen und Mehrfachbelichtungen. Der Auftritt dieser sechs Künstler in den 1920er Jahren wirkte wie ein Paukenschlag der Moderne, dessen Widerhall in der Kunstgeschichte bis in unsere Tage zu vernehmen ist. Ihnen gemeinsam diente die Fotografie als wirksames Mittel im künstlerischen Prozess, um der Wirklichkeit eine eigene Vorstellungswelt entgegenzusetzen. Damit einher ging auch die endgültige Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium.


Otto Dix
Von Städten, Frauen und Männern
2.9. - 5.11.2017


Ab Herbst geht eine Einzelausstellung von Otto Dix ausgehend von Stadtbildern seinem Realismusbegriff zwischen Verismus und Neuer Sachlichkeit nach.


Hans-Georg Wagner
2.9. - 5.11.2017


Die Solopräsentation des Bildhauers Hans-Georg Wagner lotet über eine installative Verknüpfung von Skulpturen und Papierarbeiten das Verhältnis von Raum und Figur aus.


Jakob Hinrichs
Von Trinkern, Träumern und ihren Bildern
16.9. - 19.11.2017


Die Einzelausstellungen des Malers und Grafikers Ronald Paris sowie des Grafikers Jakob Hinrichs zeigen bildliche Interpretationen großer Weltliteratur wie William Shakespeares "Sonette" bzw. Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und "Der Trinker" von Hans Fallada.


Christa Böhme und Lothar Böhme
Innerlich frei bleiben
Malerei
16.9. - 19.11.2017

Glücklicherweise ist es gelungen, nach über 30 Jahren die Werke von Christa Böhme (1940-1991) und Lothar Böhme (* 1938) wieder in einer Ausstellung zu vereinen. Ihre Handschiften zählen zur sogenannten "Berliner Schule", die sich Ende der 1960er Jahre in Abkehr von der geforderten genrehaften Alltagsschilderung wie dem Heldenpathos in der Ostberliner Kunstlandschaft formierte. Im bewusst gewählten Rückzug auf wenige "private" Motive wie Stilleben, Figur, Interieur und gelegentlich (Stadt-)Landschaft suchten die Künstlerinnen und Künstler jener Strömung, insbesondere in der Positionierung zu Cézanne, ihr Werk zu entwickeln. So unterschiedlich ihre Bildauffassung erscheinen mag, so blieben Christa Böhme und Lothar Böhme doch in der Kunstauffassung seelenverwandt. Beide thematisieren auf divergierende Art die grundlegende Problematik des Bildes: von Gegenstand / Figur und Grund. In der Wiederbegegnung und spannungsvollen Gegenüberstellung wird dieser Umstand eindringlich erlebbar. Existentiell hervorkehrende Schwärze und Schwere steht gegen lyrisch leuchtende Transparenz der Bilddinge. Lothar Böhmes Gemälde zeichnen sich durch eine starke Verinnerlichung aus, die in erdig gebundenen Farbtönen den existentiellen Grund der Figur erforscht. Seine äußerste Reduzierung in den letzten Jahren auf Kopf und Halbakt, birgt ein erstaunliches Maß an Lebensenergie, trotz der hermetischen Formauffassung. In den Bildern von Christa Böhme hingegen löst die Leichtigkeit des Farbvortrags die Präsenz der Bilddinge auf, ein poetisches Schweben entfaltet sich. Die oft dünnflüssig vorgetragenen Pinselspuren gewinnen in der Verstärkung durch den weißen Bildgrund erst ihre Eigenheit. Während die Malerei von Lothar Böhme eine ausgewiesene Instanz nicht nur der ostdeutschen Gegenwartskunst ist, harrt die Kunst der Christa Böhme immer noch der Entdeckung.


Ronald Paris
Shakespeare Sonette
3.12.2017 - 28.1.2018


Die Einzelausstellungen des Malers und Grafikers Ronald Paris sowie des Grafikers Jakob Hinrichs zeigen bildliche Interpretationen großer Weltliteratur wie William Shakespeares "Sonette" bzw. Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und "Der Trinker" von Hans Fallada.


Joachim Richau
HORIZONT oder Die Illusion der Fremde 1984 - 1996.
3.12.2017 - 28.1.2018



SIBYLLE. Fotografien eines Modemagazins.
Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquart, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt; Michael Weidt, Ulrich Wüst
3.12.2017 - 11.02.2018


Die Zeitschrift SIBYLLE, die ab 1956 sechs Mal jährlich in einer Auflage von 200.000 erschien, war in der DDR überaus beliebt und deshalb regelmäßig schnell vergriffen. Sie galt als "Ost-Vogue" und widmete sich vorrangig der Mode, nannte sich im Untertitel allerdings "Zeitschrift für Mode und Kultur", weil für die Macher, vor allem Fotografen und Designer, Mode und Kultur als gleichrangig galten. Insbesondere war - neben allen gut aufgemachten Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit - die Fotografie ein entscheidendes Element ihrer Wirkung. Die Fotografinnen und Fotografen der SIBYLLE beherrschten nicht nur ihr Fach, sie legten für ihre Arbeit explizit künstlerische Maßstäbe an. Als Porträt- und Reportagefotografen waren sie auch für andere Magazine tätig.

Die Ausstellung rückt erstmals konsequent FotografInnen der SIBYLLE und ihre jeweiligen Qualitäten in den Mittelpunkt. In einer Auswahl werden Arbeiten von 13 Fotografinnen und Fotografen vorgestellt: Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt und Ulrich Wüst. Ergänzend dazu ist ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben mit Reproduktionen von einzelnen Heften zu sehen, beginnend mit der ersten Ausgabe 1956 bis zur Mitte der 1990er Jahre, als das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt wurde. Außerdem sind bisher unveröffentlichte historische Filme von Modeschauen und Objekte aus dem Nachlass des Modeinstitutes der DDR zu sehen. Sie machen das Phänomen SIBYLLE in einer atmosphärisch dichten Inszenierung nachvollziehbar.
Kooperationspartnerin ist die Kunsthalle Rostock / Kuratiert von der Kunsthalle Rostock.


Museumspädagogische Ausstellungen 2017

Der Funke springt über!
9. Werkstattausstellung des mukk
20.7. - 3.9.2017


Externe Ausstellungen 2017

Die vom dkw. konzipierten und organisierten Ausstellungen Francisco de Goya "Los desastres de la guerra / Die Schrecken des Krieges" und "Keiner hat uns gesagt, ihr geht in die Hölle - Fotografie und Grafik aus Dresden und Kobane" - die Sammlungswerke von Robin Hinsch, Richard Peter sen. und Wilhelm Rudolph zeigen werden - sind zusammen mit der Projektpräsentation "Rechtsruck - eine fotografische Dokumentation der frühen 1990er Jahre" von Ludwig Rauch ab 13. Mai bis 16. Juli 2017 im Anhaltischen Landesmuseum in Dessau zu sehen.

Die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig und das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus starten im Sommer eine Kooperation für eine gemeinsame Ausstellung von fotografischen Arbeiten beider Sammlungen, deren Ergebnis ab 29. September 2017 in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig zu sehen sein wird.

Ab September 2017 zeigt das Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum im Schloss Biesdorf eine umfangreiche Ausstellung mit Landschaftsfotografien aus der Sammlung des dkw..


Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten. Stand 17.05.2017.


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