• dkw. Kunstmuseum
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AKTUELLES


Doris Ziegler. Lange Abschiede
27.05. - 19.08.2018 Packhof Frankfurt (Oder)

In der Ausstellung der Malerin Doris Ziegler (geb. 1949 in Weimar, lebt und arbeitet seit 1969 in Leipzig) werden etwa 40, teils großformatige Gemälde sowie gut 20 Zeichnungen präsentiert. Hierbei werden Arbeiten zweier umfassender Werkgruppen miteinander verknüpft.
Seit den späten 1970er-Jahren durchzieht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leipziger Stadtteil Plagwitz einen Bildzyklus der Künstlerin. Jenes Viertel, das vielen Künstler*innen, auch Doris Ziegler, durch seine obsolet gewordenen Industriebauten Atelierräume bot, hat in den vergangenen 40 Jahren einen massiven Wandel vollzogen. Diese städtischen Veränderungen, die für gesellschaftliche und ökonomische Verschiebungen stehen, bezeugen ihre Malereien als ästhetische Reflexion von Wirklichkeit. Denn im Bild sowie der Realität bleiben von den ehemals melancholisch aufgeladenen Stadträumen vielfach nichts als schiere, zum Klischee geratene Kulissenhaftigkeit. Verzahnt mit jenen Bildern werden großformatige Gemälde und Zeichnungen, die einer weiteren Werkreihe angehören. Die Senioren-Bilder, die Doris Ziegler in einem Alten- und Pflegeheim zunächst skizziert und dann im Atelier ausgearbeitet hat, zeugen von einem analogen Wandlungsprozess des menschlichen Körpers und dessen physischen sowie psychischen Zustandsbeschreibungen.



Michael Morgner, Joseph Beuys
Existenz = Zeichen = Mensch
19.05 - 19.08.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Im Zentrum der Ausstellung stehen Fragen nach Formen und Zusammenhängen menschlicher Existenzzeichen in Bildern von Michael Morgner und Joseph Beuys. Sie zielt darauf ab - erstmalig in einer gemeinsamen Präsentation -, das Werk der beiden Künstler miteinander zu verknüpfen. So unterschiedlich beide in vielen Aspekten ihres künstlerischen Schaffens und ihrer jeweiligen Haltung auch immer sein mögen, so groß sind gleichermaßen die Schnittstellen. Denn sowohl im Œeuvre von Morgner als auch in der Position von Beuys markieren Fragen nach dem Humanismus und der menschlichen Existenz immer wieder den Ausgangs-, aber auch den Endpunkt des Zusammenhangs von Kunst und Leben wie auch das künstlerische Bildverständnis und dessen Formen- bzw. Zeichenvokabular.
Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Auseinandersetzungen mit christlichen Zeichensystemen, Themen und Ikonographien, die jedoch im Werk beider Künstler weniger zum Entwurf religiöser Weltbilder führen, sondern vielmehr eine Arbeit an (und mit) kulturellen und philosophischen Werten bedeuten. Weiterhin ist dem Werk von Morgner und Beuys ebenfalls der explizite Umgang mit der Zeichnung als Artikulationsform, die auch deren Verständnis von Malerei und Plastik prägt, gemeinsam.

Michael Morgner (geb. 1942 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Chemnitz-Einsiedel) kehrte nach seinem Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig 1966 als freischaffender Künstler nach Chemnitz zurück. 1977 gründete er mit Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke und Gregor-Thorsten Schade die Künstlergruppe und Produzentengalerie CLARA MOSCH.
Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld, gest. 1986 in Düsseldorf) studierte nach seiner Kriegserfahrung als Soldat an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, wo er von 1961 bis 1972 selbst als Professor arbeitete.


Günther Hornig. Das Wuchern der Ordnung
29.04. - 29.07.2018 Rathaushalle Frankfurt (Oder)

Malerei auf Papier, Reliefs und Objekte von Günter Hornig (1937-2016), dem großen Abstrakten aus Dresden, werden in der Frankfurter Spätrenaissancehalle des Museums vorgestellt.
Es sind etwa 110 Arbeiten aus einer Schaffenszeit von über 50 Jahren. Bewusst wurde auf die großformatige Malerei verzichtet, um ein bisher wenig beachtetes Spektrum seines Werks zu erkunden. In den Gouachen, Mischtechniken und Collagen ergeben sich stilistisch konträre Haltungen. Man hat das Gefühl, dem Maler beim Entwickeln von Bildräumen und -ordnungen und deren Dekonstruktion zuzusehen. Der ambivalente Titel "Das Wuchern der Ordnung" nimmt darauf Bezug.

Hornig bewegt sich seit den 1960er-Jahren zwischen dem Emotionalen und dem Rationalen. Introspektives und Gefühlsbetontes weichen nach und nach dem Entwickeln von flächen- und raumgreifenden Strukturen. Das Bild löst sich von der Wand, erobert mit den Wandreliefs, Türmen und Objekten den tatsächlichen Raum. In den Jahren nach 2000 tauchen in den kleinformatigen Zeichnungen zudem menschliche Figuren wieder auf, wie es in der Frühzeit der Fall war. Erstmals begegnen Arbeiten aus dem eigenen Fundus Werken aus dem reichen Nachlass des Künstlers, der sich im Künstlerhaus an der Loschwitzer Straße in Dresden befindet.


Johannes Heisig. Tonlagen
14.04. - 24.06.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Im Zentrum der Ausstellung des von Berlin ins Land Brandenburg übersiedelten Malers Johannes Heisig (*1953) steht das Triptychon "BeBerlin oder die einende Kraft der Musik" (2009/11) aus dem Besitz des Museums. Es bildet den Schlussstein der Bilderfolge "Es war einmal", die sich der eigenen wie gesellschaftlichen Erinnerungskräfte vergewissert: an die aufgeladene Atmosphäre der Teilungsjahre, die schlußendlich zur friedlichen Revolution und dem Sturz der Mauer führte. Jene geballte Form zeitgeschichtlicher Brüche und Ereignisse lenkte Johannes Heisig in teils retrospektiver Schau zu vielschichtigen Bildtopoi zwischen Stadtlandschaft und Porträt. Auf fulminante Weise erzeugte die geschichtsträchtige Auseinandersetzung ein subjektives Vergegenwärtigungspanorama. Das Triptychon darf, auch seiner Größe nach, folgerichtig als ein Hauptwerk im Schaffen des Künstlers angesprochen werden.
Ausgehend von diesem Großformat werden einerseits Malereien präsentiert, die sich akuten gesellschaftlichen Spannungsfeldern annähern, wie andererseits auch Bilder zur Musik im Schaffen des Künstlers einen weiteren Schwerpunkt bilden. Die Präsentation umfaßt gut 70 Malereien sowie Arbeiten auf Papier. Zum ersten Mal wird in diesem Kontext der komplette Zyklus der großformatigen Kohlezeichnungen "Krähe: aus dem Leben und den Gesängen der Krähe" (2011) gezeigt. Die ekstatischen Verse des englischen Dichters Ted Hughes (1930-1998), mit ihrem existentiellen, ja apokalyptischen Pathos, inspirieren Johannes Heisig nachhaltig zu dieser außergewöhnlichen Werkgruppe.



BLmK extern. Die Sammlung des Landesmuseums auf Reisen

Von (Wesens)Verwandtschaften und (Gleich)Artigkeiten
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Potsdam, Dortustraße 36 (2. Etage)
22.03 - 04.05.2018


Fotografie und Grafik von Tina Bara, Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Moritz Götze, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Michael Schade, Maria Sewcz, Hans Ticha, Claus Weidensdorfer. Aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus / Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung, die Fotografie und Grafik miteinander verknüpft, fokussiert auf Fragen nach Konstruktions-, Inszenierungs- und Repräsentationsmodalitäten von Raum und Figur. Das Zusammenspiel der Werke, ihren unterschiedlichen Bildkonzepten und Ausdrucksformen ist durch das permanente Ausloten der Übergänge von Figuration und Abstraktion geprägt, die sich von der Darstellung des Menschen entwickeln. Immer wieder geht es hierbei um die Verortung der Figur in räumlichen Zusammenhängen, die auf gesellschaftliche Bedingungen verweisen.

Sämtliche Exponate der Ausstellung entstammen dem Bestand des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus-Frankfurt (Oder). Über die beiden Standorte verteilt beinhaltet die Sammlung etwa 40.000 Werke der Malerei, Handzeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Skulptur und Plakatkunst. Kennzeichnend für die Sammlung sind der Schwerpunkt Kunst aus der DDR sowie Traditionslinien ostdeutscher Kunst nach 1990 im internationalen Kontext. Jene Sammlung bildet die einmalige Ressource und determiniert die wesentlichen Themen, Formen, Strömungen und Künstler*innenpersönlicheiten der Ausstellungsprogramme sowie die entsprechenden Vermittlungs- und Veranstaltungsformate im Dieselkraftwerk Cottbus, dem Packhof und der Rathaushalle Frankfurt (Oder). Die Programme der Standorte sind nicht identisch, folgen aber derselben Programmlogik und sind punktuell miteinander verzahnt.


Auf der Burg Beeskow präsentiert die Galerie "Unterm Dach" vom
25. Februar bis 27. Mai die Ausstellung

"Horst Zickelbein. Obsessionen. Malerei, Grafik, Kunst am Bau".

1926 in Frankfurt (Oder) geboren, teilte der Künstler die Erfahrungen jener jungen Kriegsheimkehrer, die nach 1945 im Studium der Kunst neuen Halt suchten und fanden. Im Zentrum der Ausstellung stehen Malerei, Zeichnungen und Gouachen, insbesondere Arbeiten, die im Zusammenhang mit baugebundener Kunst entstanden. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst unterstützt die Ausstellung mit vier Leihgaben, Gouachen aus den Jahren 1979 bis 2007.

Mit einer Leihgabe beteiligt sich das BLmK an dem großen Ausstellungsprojekt

"Deutsche Mythen seit 1945".

Eine Figurengruppe aus dem ersten Entwurf von Fritz Cremer für das Buchenwalddenkmal von 1952 repräsentiert den Zeitraum der frühen 1950er-Jahre. In der DDR arbeiteten die SED-Ideologen am antifaschistischen Gründungsmythos des Arbeiter- und Bauernstaates und planten den Umbau des ehemaligen KZ-Buchenwald zu einer wichtigen nationale Gedenkstätte.
Die Ausstellung findet im Bonner Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 16. März bis 14. Oktober statt.


BLICK VERSCHIEBUNGEN
ZKR Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf (Berlin)
20.10.2017 bis 08.04.2018

Ausgehend von Fotografien aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst zeigte die Ausstellung fotografische und filmische Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern und legt dabei den Fokus auf vergehende Landschaften und urbane Strukturen in Ostdeutschland von der DDR über die Wendezeit bis in die Gegenwart. Transformierte Städte, verwilderte Grenzstreifen und persönliche Geschichten lassen nahende Veränderungen erahnen oder tragen bereits Spuren des gesellschaftspolitischen Umbruchs in sich. In den ausgewählten Kunstwerken wurden die sich mit der Zeit verändernden Lebensbedingungen ebenso erfahrbar wie die identitätsstiftende Bedeutung öffentlicher Räume.

Ein weiterer Teil der Ausstellung wurde im Frühjahr 2018 in Frankfurt (Oder) gezeigt.
Werke von Laurenz Berges, Katja Eydel, Arno Fischer, Seiichi Furuya, Sven Gatter, Göran Gnaudschun, Andreas Gefeller, Jean-Pierre Giloux, Anne Heinlein, Alexander Janetzko, Monika Lawrenz, Manfred Paul, Merit Pietzker, Ludwig Rauch, Raumlabor, Jürgen Rehrmann, Joachim Richau, Stephanie Steinkopf, Ingeborg Ullrich, Clemens von Wedemeyer, Thomas Wolf, Ulrich Wüst, Tobias Zielony


RÜCKBLICK

VON(AB)WESENHEITEN
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
28.9.2017 bis 07.01.2018
Fotografien aus den Sammlungen des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und der Sparkasse Leipzig

Werke von Ursula Arnold, Tina Bara, Viktoria Binschtok, Gert Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Wiebke Elzel, VALIE EXPORT, Kerstin Flake, Grit Hachmeister, Thomas Florschuetz, Klaus Hähner-Springmühl, Stephanie Kiwitt, Astrid Klein, Ulrich Lindner, Maix Mayer, Jana Müller, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Ricarda Roggan, Adrian Sauer, Michael Schade, Sigrid Schmidt, Erasmus Schröter, Maria Sewcz, Anett Stuth, Albrecht Tübke, Arthur Zalewski


DAUERLEIHGABE

Im Büro des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. DSc. h.c. Jörg Steinbach, werden zwei Kunstwerke aus den Beständen des dkw. als Dauerleihgabe präsentiert. Die beiden ausgewählten Gemälde stammen von Künstlern aus dem Land Brandenburg.
Es handelt sich dabei um die "Teichlandschaft" aus dem Jahre 1979 von Frank Merker (1944 - 2008) und um eine Arbeit der Künstlerin Rosemarie Schulze (*1952) mit dem Titel "Blick auf die Peitzer Teiche" von 1978.


Änderungen und Ergänzungen vorbehalten/Stand 22.05.2018

 


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