• dkw. Kunstmuseum
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AKTUELLES


BLICKE AUF POLEN / BLICKE AUS POLEN
Sasiedztwo i Distanz / Nähe und Dystans
Polnische und deutsche Druckgrafik. Aus der Sammlung des BLmK
02.09. - 04.11.2018 Rathaushalle Frankfurt (Oder)

Staatskunst oder ästhetische Eigenständigkeit? Gegenständlichkeit oder Abstraktion? Figuration als Teil kollektiver Erzählung oder autarkes Zeichen? Traditionelle Drucktechniken oder Experimentelles? Dies und mehr mussten alle Künstler in der DDR und in Polen für sich entscheiden. Demnach überwiegen in der Suche nach einem eigenständigen Beitrag zur Nachkriegs- und Postmoderne, geprägt durch Diktaturerfahrung und Sehnsucht nach Selbstbestimmung, unterschiedliche stilistische Haltungen.
Aber ebenso lassen sich in der Ausstellung thematisch konzeptionelle Ähnlichkeiten bei den 20 polnischen und 15 deutschen Künstler*innen erkennen. So pflegten zum Beispiel Wolfgang Mattheuer, Witold Kalinski und Jacek Gaj seit den späten Sechzigern die sozialkritische Metaphorik. Identitätssuche und gesellschaftliche Entfremdung treiben das Werk von Andreas Dress und Piotr Szurek voran. Izabella Gustowska, Malgorzata Jablonska und Krystyna Piotrowska beziehen feministische Positionen.
Abstraktes und Konkretes ist von Hermann Glöckner, Jerzy Grabowski, Manfred Luther und im Ryszard Otreba zu sehen. Expressives und Zeichenhaftes bieten die Jungen der Achtzigerjahre wie Hubertus Giebe, Jacek Sroka und der heutige Altmeister einer archaisierenden Semantik für den Lebenskampf A.R. Penck. Philosophische Exkurse außerhalb der westlichen Kausalitäten und Mythisches prägen das Lebenswerk von Stanislaw Fijalkowski sowie die geheimnisvollen Farbklänge der alchemistischen und skripturalen Ikonografie von Janina Kraupe-Swiderska. Das sind nur einige Haltungen in der chronologisch aufgebauten Ausstellung mit über 100 Druckgrafiken.


BLICKE AUF POLEN / BLICKE AUS POLEN
Dieser fatale Hang der Geschichte zu Wiederholungen / Fatalna sklonnosc historii do powtórzen
02.09. - 18.11.2018 Packhof Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung setzt sich mit dem Phänomen der Erinnerung ebenso auseinander wie mit ihrem Scheitern sowie mit kollektiven Erfahrungen von Geschichtsvergessenheit. In ihrer Arbeit thematisieren die Künstler*innen sowohl individuelle Aspekte als auch gesellschaftlich und politisch bedingte Formen der Auslöschung von Erinnerung, aber auch die Möglichkeit der Wiederholung von Geschichte.
Ausgangsbasis für die Ausstellung war Christa Wolfs Buch "Kindheitsmuster" (Erstveröffentlichung 1976, 1981 auf Polnisch). Die Autorin, geboren 1929 in Landsberg an der Warthe, war 1945 gemeinsam mit ihrer Familie gezwungen, die Stadt zu verlassen. Als Schriftstellerin kehrte sie 1971 in ihre Geburtsstadt, nunmehr Gorzów Wielkopolski, zurück. In der literarischen Figur der 16-jährigen Nelly ruft sie Plätze, Menschen und Ereignisse ihrer Kindheit in Erinnerung. Der Roman verknüpft persönliche Erfahrungen und Haltungen mit Schilderungen vergangener sowie gegenwärtiger sozialer und politischer Verhältnisse.
Die zweiteilige Ausstellung wird vom MOS Art Center (Miejski Osrodek Sztuki) in Gorzów konzipiert und parallel in Gorzów und im BLmK, Packhof Frankfurt (Oder) - erweitert um Werke aus der Sammlung des BLmK - gezeigt.


Steffen Mertens
Zeichner der besten aller Welten
25.08. - 04.11.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Steffen Mertens ist ein äußerst vielseitiger Künstler, der als Bildhauer, Maler und vor allem Zeichner wie ein empfindlicher Seismograph die Schwingungen, aber auch die Erschütterungen unseres menschlichen Daseins einfängt. Ausgehend von vier mit Tusche und Feder ausgeführten Arbeiten, die der Künstler 2017 dem Museum schenkte, wird in dieser Ausstellung eine Auswahl seiner Zeichnungen der letzten 20 Jahre im Mittelpunkt stehen. Viele seiner zeichnerischen Äußerungen sind gegenwartsbezogen und gesellschaftskritisch, wie die beiden Neuzugänge "Ikarus im BILD" (2005) oder "Freigang der Gaukler" (2002). Detailreich verwobene Andeutungen und Befindlichkeiten stecken dabei oftmals voller Irrwitz.
Die mit leichter Hand gezeichneten Figuren, die seine Bildräume bevölkern, drängen immer wieder über den Bildrand in den realen Raum hinein, werden zu Raumzeichnungen und schließlich zu Skulpturen. Beispiele dafür sind die Figurengruppe "Kleine Wertegemeinschaft" (2014) sowie eine speziell für die Ausstellung angefertigte Installation, die auch als Sitzbank nutzbar sein wird, so dass der Besucher bequem in der Welt von Steffen Mertens verweilen kann.



Thomas Herrmann
"Loch ist Hoffnung"
Arbeiten auf Papier, Plastiken, Objekte
25.08. - 14.10.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Die Kunst des Cottbuser Bildhauers Thomas Herrmann (1963 - 1992) entwickelte sich autodidaktisch im Schwung jener Aufbruchsphase in der Kunstlandschaft der DDR, die von einer neoexpressiven Strömung getragen wurde. Die bildhauerischen Arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien, vor allem mit Holz und Gips, bilden das Zentrum eines Werkes, das durch existentiell verdichtete, zeichenhafte Figuren charakterisiert wird. Gleichberechtigt stehen umfangreiche Konvolute von Zeichnungen bzw. Arbeiten auf Papier dem gegenüber. Denn sie führen weit über die Ideenfixierung im Vorfeld bildhauerischer Bestrebungen hinaus, bilden einen weiträumigen, eigenständigen Bereich, bis hin zu Grafikmappen und Künstlerbüchern. Ferner finden sich Objekte und ganze Installationen, aber auch Filme und Videos im Gesamtschaffen. Vielleicht verkörpern Herrmanns künstlerische Ambitionen intensive Spuren jener Umbruchsjahre, also deren Krisenbewusstsein und Hoffnungen, wie sie bei kaum einem anderen Künstler seiner Generation zu finden sind.
Die Ausstellung, als erste museale Präsentation, bietet konzentrierte Einblicke in das reiche, hoffungsvolle wie selbstkritische Beginnen, eines nur rund sieben Jahre umfassenden Wirkens.



Erika Stürmer-Alex. Zeitbrüche und Spielräume
07.07. - 02.09.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Erika Stürmer-Alex` Schaffen ist von Anbeginn durch eine erstaunliche, produktiv verwobene Mehrspurigkeit geprägt: Neben Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie Materialcollagen und der Großfamilie von Objekten existiert eine Vielzahl von "Kunst am Bau"-Werken. Den dritten Baustein ihres Wirkens bilden weit über die ostdeutsche Kunstlandschaft hinaus die vielfachen Aktivitäten auf dem Kunsthof Lietzen, ihrem Domizil. Die Ausstellung nun rückt die Bildarbeit dieses Kunstkosmos` ins Zentrum. Schon in den 1960er-Jahren begann die Künstlerin mutig, die ideologisch gehüteten Grenzen zwischen Figürlichkeit und Abstraktion zu überspringen. Dieses Wechselspiel durchzieht ihre Arbeiten bis auf den heutigen Tag: Wie selbstverständlich steht Figürliches neben Zeichenhaftem und Abstraktem, sie überschreiben sich gegenseitig immer wieder aufs Neue. Angeregt durch experimentierfreudige Erkundungen entwickelte die Künstlerin über die Jahre Strategien, um das konventionelle Bild wieder und wieder mit Phantasie zu verlassen und gleichwohl zu ihm als Gewissheit zurückzukehren. So stehen dekorative, wandumspannende Arbeiten der jüngsten Zeit neben grafischen Blättern zur Literatur oder Landschaftsmalerei.



Michael Morgner, Joseph Beuys
Existenz = Zeichen = Mensch
19.05 - 19.08.2018 / ACHTUNG! Ausstellungsraum M 1 bleibt kostenfrei zugänglich bis 9.9.2018 / Dieselkraftwerk Cottbus

Im Zentrum der Ausstellung stehen Fragen nach Formen und Zusammenhängen menschlicher Existenzzeichen in Bildern von Michael Morgner und Joseph Beuys. Sie zielt darauf ab - erstmalig in einer gemeinsamen Präsentation -, das Werk der beiden Künstler miteinander zu verknüpfen. So unterschiedlich beide in vielen Aspekten ihres künstlerischen Schaffens und ihrer jeweiligen Haltung auch immer sein mögen, so groß sind gleichermaßen die Schnittstellen. Denn sowohl im Œeuvre von Morgner als auch in der Position von Beuys markieren Fragen nach dem Humanismus und der menschlichen Existenz immer wieder den Ausgangs-, aber auch den Endpunkt des Zusammenhangs von Kunst und Leben wie auch das künstlerische Bildverständnis und dessen Formen- bzw. Zeichenvokabular.
Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Auseinandersetzungen mit christlichen Zeichensystemen, Themen und Ikonographien, die jedoch im Werk beider Künstler weniger zum Entwurf religiöser Weltbilder führen, sondern vielmehr eine Arbeit an (und mit) kulturellen und philosophischen Werten bedeuten. Weiterhin ist dem Werk von Morgner und Beuys ebenfalls der explizite Umgang mit der Zeichnung als Artikulationsform, die auch deren Verständnis von Malerei und Plastik prägt, gemeinsam.

Michael Morgner (geb. 1942 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Chemnitz-Einsiedel) kehrte nach seinem Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig 1966 als freischaffender Künstler nach Chemnitz zurück. 1977 gründete er mit Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke und Gregor-Thorsten Schade die Künstlergruppe und Produzentengalerie CLARA MOSCH.
Joseph Beuys (geb. 1921 in Krefeld, gest. 1986 in Düsseldorf) studierte nach seiner Kriegserfahrung als Soldat an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, wo er von 1961 bis 1972 selbst als Professor arbeitete.



BLmK extern. Die Sammlung des Landesmuseums auf Reisen

Von (Wesens)Verwandtschaften und (Gleich)Artigkeiten
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Potsdam, Dortustraße 36 (2. Etage)
22.03 - 04.05.2018


Fotografie und Grafik von Tina Bara, Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Moritz Götze, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Michael Schade, Maria Sewcz, Hans Ticha, Claus Weidensdorfer. Aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus / Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung, die Fotografie und Grafik miteinander verknüpft, fokussiert auf Fragen nach Konstruktions-, Inszenierungs- und Repräsentationsmodalitäten von Raum und Figur. Das Zusammenspiel der Werke, ihren unterschiedlichen Bildkonzepten und Ausdrucksformen ist durch das permanente Ausloten der Übergänge von Figuration und Abstraktion geprägt, die sich von der Darstellung des Menschen entwickeln. Immer wieder geht es hierbei um die Verortung der Figur in räumlichen Zusammenhängen, die auf gesellschaftliche Bedingungen verweisen.

Sämtliche Exponate der Ausstellung entstammen dem Bestand des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus-Frankfurt (Oder). Über die beiden Standorte verteilt beinhaltet die Sammlung etwa 40.000 Werke der Malerei, Handzeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Skulptur und Plakatkunst. Kennzeichnend für die Sammlung sind der Schwerpunkt Kunst aus der DDR sowie Traditionslinien ostdeutscher Kunst nach 1990 im internationalen Kontext. Jene Sammlung bildet die einmalige Ressource und determiniert die wesentlichen Themen, Formen, Strömungen und Künstler*innenpersönlicheiten der Ausstellungsprogramme sowie die entsprechenden Vermittlungs- und Veranstaltungsformate im Dieselkraftwerk Cottbus, dem Packhof und der Rathaushalle Frankfurt (Oder). Die Programme der Standorte sind nicht identisch, folgen aber derselben Programmlogik und sind punktuell miteinander verzahnt.


Auf der Burg Beeskow präsentiert die Galerie "Unterm Dach" vom
25. Februar bis 27. Mai die Ausstellung

"Horst Zickelbein. Obsessionen. Malerei, Grafik, Kunst am Bau".

1926 in Frankfurt (Oder) geboren, teilte der Künstler die Erfahrungen jener jungen Kriegsheimkehrer, die nach 1945 im Studium der Kunst neuen Halt suchten und fanden. Im Zentrum der Ausstellung stehen Malerei, Zeichnungen und Gouachen, insbesondere Arbeiten, die im Zusammenhang mit baugebundener Kunst entstanden. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst unterstützt die Ausstellung mit vier Leihgaben, Gouachen aus den Jahren 1979 bis 2007.

Mit einer Leihgabe beteiligt sich das BLmK an dem großen Ausstellungsprojekt

"Deutsche Mythen seit 1945".

Eine Figurengruppe aus dem ersten Entwurf von Fritz Cremer für das Buchenwalddenkmal von 1952 repräsentiert den Zeitraum der frühen 1950er-Jahre. In der DDR arbeiteten die SED-Ideologen am antifaschistischen Gründungsmythos des Arbeiter- und Bauernstaates und planten den Umbau des ehemaligen KZ-Buchenwald zu einer wichtigen nationale Gedenkstätte.
Die Ausstellung findet im Bonner Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 16. März bis 14. Oktober statt.


BLICK VERSCHIEBUNGEN
ZKR Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf (Berlin)
20.10.2017 bis 08.04.2018

Ausgehend von Fotografien aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst zeigte die Ausstellung fotografische und filmische Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern und legt dabei den Fokus auf vergehende Landschaften und urbane Strukturen in Ostdeutschland von der DDR über die Wendezeit bis in die Gegenwart. Transformierte Städte, verwilderte Grenzstreifen und persönliche Geschichten lassen nahende Veränderungen erahnen oder tragen bereits Spuren des gesellschaftspolitischen Umbruchs in sich. In den ausgewählten Kunstwerken wurden die sich mit der Zeit verändernden Lebensbedingungen ebenso erfahrbar wie die identitätsstiftende Bedeutung öffentlicher Räume.

Ein weiterer Teil der Ausstellung wurde im Frühjahr 2018 in Frankfurt (Oder) gezeigt.
Werke von Laurenz Berges, Katja Eydel, Arno Fischer, Seiichi Furuya, Sven Gatter, Göran Gnaudschun, Andreas Gefeller, Jean-Pierre Giloux, Anne Heinlein, Alexander Janetzko, Monika Lawrenz, Manfred Paul, Merit Pietzker, Ludwig Rauch, Raumlabor, Jürgen Rehrmann, Joachim Richau, Stephanie Steinkopf, Ingeborg Ullrich, Clemens von Wedemeyer, Thomas Wolf, Ulrich Wüst, Tobias Zielony


RÜCKBLICK

VON(AB)WESENHEITEN
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
28.9.2017 bis 07.01.2018
Fotografien aus den Sammlungen des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und der Sparkasse Leipzig

Werke von Ursula Arnold, Tina Bara, Viktoria Binschtok, Gert Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Wiebke Elzel, VALIE EXPORT, Kerstin Flake, Grit Hachmeister, Thomas Florschuetz, Klaus Hähner-Springmühl, Stephanie Kiwitt, Astrid Klein, Ulrich Lindner, Maix Mayer, Jana Müller, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Ricarda Roggan, Adrian Sauer, Michael Schade, Sigrid Schmidt, Erasmus Schröter, Maria Sewcz, Anett Stuth, Albrecht Tübke, Arthur Zalewski


DAUERLEIHGABE

Im Büro des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. DSc. h.c. Jörg Steinbach, werden zwei Kunstwerke aus den Beständen des dkw. als Dauerleihgabe präsentiert. Die beiden ausgewählten Gemälde stammen von Künstlern aus dem Land Brandenburg.
Es handelt sich dabei um die "Teichlandschaft" aus dem Jahre 1979 von Frank Merker (1944 - 2008) und um eine Arbeit der Künstlerin Rosemarie Schulze (*1952) mit dem Titel "Blick auf die Peitzer Teiche" von 1978.


Änderungen und Ergänzungen vorbehalten/Stand 22.05.2018

 


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