• dkw. Kunstmuseum
    Dieselkraftwerk Cottbus
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AKTUELLES

Johannes Heisig. Tonlagen
14.04. - 24.06.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Im Zentrum der Ausstellung des von Berlin ins Land Brandenburg übersiedelten Malers Johannes Heisig (*1953) steht das Triptychon "BeBerlin oder die einende Kraft der Musik" (2009/11) aus dem Besitz des Museums. Es bildet den Schlussstein der Bilderfolge "Es war einmal", die sich der eigenen wie gesellschaftlichen Erinnerungskräfte vergewissert: an die aufgeladene Atmosphäre der Teilungsjahre, die schlußendlich zur friedlichen Revolution und dem Sturz der Mauer führte. Jene geballte Form zeitgeschichtlicher Brüche und Ereignisse lenkte Johannes Heisig in teils retrospektiver Schau zu vielschichtigen Bildtopoi zwischen Stadtlandschaft und Porträt. Auf fulminante Weise erzeugte die geschichtsträchtige Auseinandersetzung ein subjektives Vergegenwärtigungspanorama. Das Triptychon darf, auch seiner Größe nach, folgerichtig als ein Hauptwerk im Schaffen des Künstlers angesprochen werden.
Ausgehend von diesem Großformat werden einerseits Malereien präsentiert, die sich akuten gesellschaftlichen Spannungsfeldern annähern, wie andererseits auch Bilder zur Musik im Schaffen des Künstlers einen weiteren Schwerpunkt bilden. Die Präsentation umfaßt gut 70 Malereien sowie Arbeiten auf Papier. Zum ersten Mal wird in diesem Kontext der komplette Zyklus der großformatigen Kohlezeichnungen "Krähe: aus dem Leben und den Gesängen der Krähe" (2011) gezeigt. Die ekstatischen Verse des englischen Dichters Ted Hughes (1930-1998), mit ihrem existentiellen, ja apokalyptischen Pathos, inspirieren Johannes Heisig nachhaltig zu dieser außergewöhnlichen Werkgruppe.



Hans Ticha. Von Klatschern und verkehrten Welten
24.02.2018 bis 01.05.2018 Dieselkraftwerk Cottbus

Hans Tichas (*1940) eigenwillige Bildwelten stehen im Zentrum der Einzelausstellung des in West- und Ostdeutschland wirkenden Künstlers. Die Ausstellung stellt Malereien, Grafiken und Buchillustrationen seit den frühen 1970er-Jahren vor.

Bis 1990 arbeitete Hans Ticha im Prenzlauer Berg und war mit seinen besonderen Buchillustrationen und seiner Malerei sowohl in der DDR als auch in der BRD eine feste Größe. Seine einprägsamen Bilder spielen so nuanciert wie leichtfüßig mit gesellschaftspolitisch aufgeladenen Ikonographien der Kunstgeschichte und der Populärkultur. Im Zentrum seines Bildschaffens steht der Mensch, sein Alltag und sein Bezug zum Kollektiv. Gleichermaßen setzt sich Hans Ticha mit den Lebensbedingungen in einer Gesellschaft auseinander.

Die Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus steht im Zusammenhang mit der zeitgleich stattfindenden Gruppenausstellung "Blick | Wendungen" in der Rathaushalle in Frankfurt (Oder). Sie leitet die umfangreiche Gruppenausstellung ein, die im Dezember 2018 künstlerischen Pop deutscher Herkunft seit den 1960er-Jahren vorstellen wird, der im Unterschied zur amerikanischen Pop Art in Ostdeutschland dem Motto vom "Agit Prop zum Agit Pop" folgte und in Westdeutschland den kapitalistischen Realismus propagierte.


Wilhelm Lachnit. Sachlichkeit und Melancholie
Mit Plastiken von Walter Arnold, Eugen Hoffmann, Gerd Jaeger, Max Lachnit, Reinhold Langner, Lucie Prussog und Willy Wolf
25.02.2018 bis 13.05.2018 Packhof Frankfurt (Oder)

Der Maler Wilhelm Lachnit (1899 - 1962), der in den 1920er-Jahren zu den wichtigen Vertretern der Neuen Sachlichkeit in Dresden zählte, arbeitete an Bildwelten, die Schönheit, Melancholie und Vergänglichkeit in sich tragen.

Bereits in den 1920er-Jahren entstanden im sachlichen Stil Akte und Porträts. Später kamen altmeisterlich gemalte Allegorien auf die Bedrohung in der NS-Zeit hinzu. Nach 1945 wurde sein Kolorit spröder und die Figuration zunehmend abstrakter. Einflüsse von Pablo Picasso, Henri Matisse und Georges Braque gaben schöpferische Impulse. Es erscheinen trauernde Frauen, melancholische Porträts, Vanitas-Stillleben und Zirkusszenen.

Die Ausstellung, die aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst schöpft, ermöglicht mit circa 25 Grafiken und Aquarellen einen prägnanten Einblick in Wilhelm Lachnits Schaffen vor 1945, und mit etwa 30 Malereien, Monotypien und Radierungen in die Zeit nach dem Krieg.


BLmK extern. Die Sammlung des Landesmuseums auf Reisen

Von (Wesens)Verwandtschaften und (Gleich)Artigkeiten
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Potsdam, Dortustraße 36 (2. Etage)
22.03 - 04.05.2018


Fotografie und Grafik von Tina Bara, Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Moritz Götze, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Michael Schade, Maria Sewcz, Hans Ticha, Claus Weidensdorfer. Aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus / Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung, die Fotografie und Grafik miteinander verknüpft, fokussiert auf Fragen nach Konstruktions-, Inszenierungs- und Repräsentationsmodalitäten von Raum und Figur. Das Zusammenspiel der Werke, ihren unterschiedlichen Bildkonzepten und Ausdrucksformen ist durch das permanente Ausloten der Übergänge von Figuration und Abstraktion geprägt, die sich von der Darstellung des Menschen entwickeln. Immer wieder geht es hierbei um die Verortung der Figur in räumlichen Zusammenhängen, die auf gesellschaftliche Bedingungen verweisen.

Sämtliche Exponate der Ausstellung entstammen dem Bestand des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus-Frankfurt (Oder). Über die beiden Standorte verteilt beinhaltet die Sammlung etwa 40.000 Werke der Malerei, Handzeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Skulptur und Plakatkunst. Kennzeichnend für die Sammlung sind der Schwerpunkt Kunst aus der DDR sowie Traditionslinien ostdeutscher Kunst nach 1990 im internationalen Kontext. Jene Sammlung bildet die einmalige Ressource und determiniert die wesentlichen Themen, Formen, Strömungen und Künstler*innenpersönlicheiten der Ausstellungsprogramme sowie die entsprechenden Vermittlungs- und Veranstaltungsformate im Dieselkraftwerk Cottbus, dem Packhof und der Rathaushalle Frankfurt (Oder). Die Programme der Standorte sind nicht identisch, folgen aber derselben Programmlogik und sind punktuell miteinander verzahnt.


Auf der Burg Beeskow präsentiert die Galerie "Unterm Dach" vom
25. Februar bis 27. Mai die Ausstellung

"Horst Zickelbein. Obsessionen. Malerei, Grafik, Kunst am Bau".

1926 in Frankfurt (Oder) geboren, teilte der Künstler die Erfahrungen jener jungen Kriegsheimkehrer, die nach 1945 im Studium der Kunst neuen Halt suchten und fanden. Im Zentrum der Ausstellung stehen Malerei, Zeichnungen und Gouachen, insbesondere Arbeiten, die im Zusammenhang mit baugebundener Kunst entstanden. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst unterstützt die Ausstellung mit vier Leihgaben, Gouachen aus den Jahren 1979 bis 2007.

Mit einer Leihgabe beteiligt sich das BLmK an dem großen Ausstellungsprojekt

"Deutsche Mythen seit 1945".

Eine Figurengruppe aus dem ersten Entwurf von Fritz Cremer für das Buchenwalddenkmal von 1952 repräsentiert den Zeitraum der frühen 1950er-Jahre. In der DDR arbeiteten die SED-Ideologen am antifaschistischen Gründungsmythos des Arbeiter- und Bauernstaates und planten den Umbau des ehemaligen KZ-Buchenwald zu einer wichtigen nationale Gedenkstätte.
Die Ausstellung findet im Bonner Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 16. März bis 14. Oktober statt.


BLICK VERSCHIEBUNGEN
ZKR Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf (Berlin)
20.10.2017 bis 08.04.2018

Ausgehend von Fotografien aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst zeigt die Ausstellung fotografische und filmische Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern und legt dabei den Fokus auf vergehende Landschaften und urbane Strukturen in Ostdeutschland von der DDR über die Wendezeit bis in die Gegenwart. Transformierte Städte, verwilderte Grenzstreifen und persönliche Geschichten lassen nahende Veränderungen erahnen oder tragen bereits Spuren des gesellschaftspolitischen Umbruchs in sich. In den ausgewählten Kunstwerken werden die sich mit der Zeit verändernden Lebensbedingungen ebenso erfahrbar wie die identitätsstiftende Bedeutung öffentlicher Räume.

Ein weiterer Teil der Ausstellung wird im Frühjahr 2018 in Frankfurt (Oder) gezeigt.
Werke von Laurenz Berges, Katja Eydel, Arno Fischer, Seiichi Furuya, Sven Gatter, Göran Gnaudschun, Andreas Gefeller, Jean-Pierre Giloux, Anne Heinlein, Alexander Janetzko, Monika Lawrenz, Manfred Paul, Merit Pietzker, Ludwig Rauch, Raumlabor, Jürgen Rehrmann, Joachim Richau, Stephanie Steinkopf, Ingeborg Ullrich, Clemens von Wedemeyer, Thomas Wolf, Ulrich Wüst, Tobias Zielony


RÜCKBLICK

VON(AB)WESENHEITEN
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
28.9.2017 bis 07.01.2018
Fotografien aus den Sammlungen des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und der Sparkasse Leipzig

Werke von Ursula Arnold, Tina Bara, Viktoria Binschtok, Gert Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Wiebke Elzel, VALIE EXPORT, Kerstin Flake, Grit Hachmeister, Thomas Florschuetz, Klaus Hähner-Springmühl, Stephanie Kiwitt, Astrid Klein, Ulrich Lindner, Maix Mayer, Jana Müller, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Ricarda Roggan, Adrian Sauer, Michael Schade, Sigrid Schmidt, Erasmus Schröter, Maria Sewcz, Anett Stuth, Albrecht Tübke, Arthur Zalewski


DAUERLEIHGABE

Im Büro des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. DSc. h.c. Jörg Steinbach, werden zwei Kunstwerke aus den Beständen des dkw. als Dauerleihgabe präsentiert. Die beiden ausgewählten Gemälde stammen von Künstlern aus dem Land Brandenburg.
Es handelt sich dabei um die "Teichlandschaft" aus dem Jahre 1979 von Frank Merker (1944 - 2008) und um eine Arbeit der Künstlerin Rosemarie Schulze (*1952) mit dem Titel "Blick auf die Peitzer Teiche" von 1978.


Änderungen und Ergänzungen vorbehalten/Stand 16.04.2018

 


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